Aktuelles
01. Januar 2012
Seit heute gibt es Pfändungsschutz nur noch auf dem sogenannten P-Konto. Überschuldete Verbraucher mit normalem Girokonto sollten schnell wechseln.
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28. Dezember 2011
"Wir freuen uns über das Angebot der Stiftung, denn die finanzielle Grundbildung unserer Schüler ist eine wichtige Grundlage für ihre Zukunft", so Alexander Enderle.
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28. November 2011
Experte der Stiftung zu Gast an der Montford Realschule. Die Schüler der neunten Klassen erhielten nicht nur wertvolle Tipps.
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28. November 2011
Die Überschuldung von Jugendlichen ist an Schulen inzwischen ein großes Thema, stellt auch Rektor Reinhard Zatschler fest.
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16. November 2011
Finanzielle Bildung: "Wir wünschen uns, dass dieses hochinteressante Seminar auch anderen Schülern zu Gute kommt", so Rektor Gustl Frey und Konrektorin Ruth Klemm.
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Archiv
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Pressemitteilungen
Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen rund um das Thema Überschuldung sowie Aktuelles zu der Stiftung „Deutschland im Plus“ in chronologischer Reihenfolge.
iff-Überschuldungsreport 2011: Verbraucherinsolvenzen erreichen einen der Höchsstände
(2009: 32.000 Euro)
• 2011 deutet sich bei Zahl der Verbraucherinsolvenzen wieder Entspannung an
• Stiftung „Deutschland im Plus“ weitet mit Magazinen für Grundschulkinder und Eltern Aufklärungsarbeit aus
Hamburg, 26.09.2011 – Das Hamburger institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) stellt heute der Öffentlichkeit den Überschuldungsreport 2011 vor. Demnach überschritt die Anzahl der Verbraucherinsolvenzen in Deutschland 2010 mit 106.300 Fällen zum zweiten Mal die 100.000er Marke (2007: 103.100) und erreichte damit seit Einführung im Jahr 1999 wieder einen Höchststand. Gegenüber 2009 bedeutet das einen kräftigen Anstieg von acht Prozent (2009: 98.800). Für 2011 deutet sich jedoch wieder eine Entspannung an: Während im Januar 2011 gegenüber Januar 2010 noch einmal ein Zuwachs von drei Prozent auf 8.252 zu verzeichnen war (Januar 2010: 8012), ging in den Folgemonaten des ersten Quartals 2011 die Zahl der Neuinsolvenzen erstmals wieder leicht zurück.
Neben dem Anstieg der Insolvenzen zeigt der Report auch zwei positive Entwicklungen:
• Die Verschuldung der Überschuldeten sank von rund 32.000 Euro (2009) auf nur mehr rund 27.000 Euro (2010). Der Rückgang resultiert vor allem aus einer geringeren Bankverschuldung, die nach wie vor den größten Anteil der Verschuldung ausmacht. Sie reduzierte sich im Durchschnitt von rund 17.000 Euro im Jahr 2007 auf 13.675 im Jahr 2010. Auffallend ist, dass die öffentliche Hand in drei von vier Fällen in Erscheinung tritt und mit durchschnittlichen Forderungen von 3.824 Euro den zweitgrößten Gläubiger darstellt. Daher fordert das iff flexibleres und weniger bürokratisches Vorgehen des Staates sowie eine frühe Weitervermittlung der Betroffenen an kompetente Beratungsstellen .
• Das sogenannte „unverantwortliche Konsumverhalten“, also letztlich die Ausgaben für nicht notwendige Konsumgüter, hat bei den Ursachen für die Überschuldung inzwischen einen Tiefststand von 10,4 Prozent erreicht. Prof. Dr. Udo Reifner, wissenschaftlicher Direktor des iff: „Das unverantwortliche Konsumverhalten spielt damit als Überschuldungsursache eine immer kleinere Rolle, obwohl die öffentlichen Meinung das nach wie vor anders bewertet.“
Die Auslöser für die Überschuldung liegen nach wie vor bei fünf Hauptursachen: Arbeitslosigkeit mit 31,0 Prozent (2009: 31,6 Prozent), Scheidung oder Trennung mit 12,6 Prozent (2009: 11,7 Prozent), Krankheit mit 9,6 Prozent (2009: 10,3 Prozent), gescheiterte Selbständigkeit mit 9,7 Prozent (2009: 9,2 Prozent) sowie das Konsumverhalten mit 10,4 Prozent (2009: 11,8 Prozent).
Pressemitteilung als PDF zum Download
iff-Überschuldungsreport 2011 als PDF zum Download
Zusammenfassung des Überschuldungsreports 2011 als PDF zum Download
(PDF-Download - Bericht zur Stiftung Deutschland im Plus)
(PDF-Download - Jahresbericht Deutsches Stiftungszentrum 2010)
Unterrichtseinheiten in Schulen thematisieren den richtigen Umgang mit Geld
Das neue Handy, die schicke Jeans und die coole Designer-Sonnenbrille – Wünsche gibt es immer und schnell ist das Taschengeld aufgebraucht. Was tun, wenn die Schulden immer mehr werden und die Chance, sie zurückzuzahlen, immer kleiner wird? „Dann würde ich bei Peter Zwegat anrufen“, antwortet einer der Schüler während der Unterrichtseinheit zur finanziellen Bildung der Stiftung „Deutschland im Plus“. Den berühmten Schuldnerberater aus dem Fernsehen kennen fast alle Schüler. Dass es nicht immer so schnell geht, den Schuldenberg zu überwinden wie im Fernsehen, erklärt der Referent der Stiftung für private Überschuldungsprävention. Damit die Jugendlichen aber erst gar nicht in die Schuldenfalle tappen, setzt die Stiftung mit ihrem Projekt in Schulen bereits einen Schritt früher an und sensibilisiert die Jugendlichen für den risikobewussten Umgang mit Geld und Krediten.
In der Region Nürnberg starteten 2009 die ersten Unterrichtseinheiten unter dem Motto „Konsum geplant – Budget im Griff“. Sie finden auch 2010 großen Zuspruch: Während der Pilotphase haben innerhalb des ersten Jahres bereits über 600 Schüler aus 25 Schulklassen der 9. Jahrgangsstufe unterschiedlicher Schulformen an dem Projekt teilgenommen. Geplant ist der Einsatz auch an Schulen im ganzen Bundesgebiet.
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• 18 Prozent der Überschuldeten haben kein eigenes Girokonto mehr
• Anlaufende Konjunktur lässt Verbesserung ab 2011 erwarten
Hamburg, 30.09.2010 – Das Hamburger institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) legt heute – unterstützt von der Stiftung „Deutschland im Plus“ – bereits zum vierten Mal den Überschuldungsreport vor. Das Kernergebnis: Die Auswirkungen der Finanzkrise (Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit) sind 2010 in den Haushaltskassen spürbar angekommen. Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit waren in mehr als 40 Prozent der Fälle die Auslöser für gravierende finanzielle Schieflagen in Privathaushalten. Verglichen mit dem Vorjahr verzeichnen die vorgenannten Ursachen bereits im vierten Quartal 2009 einen relativen Anstieg von bis zu 10 Prozent. Damit wird deutlich, dass Überschuldung zeitversetzt konjunkturelle Schwankungen abbildet. Die Überschuldungsquote könnte frühestens Mitte 2011 wieder zurückgehen, so sich der aktuell positive Trend auf dem Arbeitsmarkt fortsetzt. Eine wirksame Arbeitsmarktpolitik ist damit auch gleichzeitig Überschuldungsprävention.
Auch in Zeiten guter Konjunktur sind alleinlebende Erwachsene, insbesondere Alleinerziehende stark gefährdet, in die Überschuldung zu geraten. Auch bei Familien mit minderjährigen Kindern wirken sich finanzielle Einbußen durch einen Jobverlust besonders kritisch aus und lassen sich Engpässe besonders schlecht überwinden. Ein im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überproportional großer Teil der Überschuldeten ist mit einem Pro-Kopf-Einkommen von durchschnittlich 836 Euro als arm zu bezeichnen und hat damit keinen Spielraum, kurzfristige Liquiditätsengpässe abzufedern.
Finanzielle Bildung als Präventivmaßnahme muss ausgebaut werden
Initiiert und finanziert wird der Report von der Stiftung „Deutschland im Plus“, die sich für Überschuldungsprävention engagiert. Schwerpunkt der Stiftungsarbeit sind neben Forschung und Schuldnerhilfe Aktivitäten zur Finanziellen Grundbildung. Stiftungsvorstand Michael-Burkhard Piorkowsky, Professor für Haushalts- und Konsumökonomik an der Uni Bonn, betont die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen: “Die Initiativen zur finanziellen Bildung schon im Schulalter müssen schnellstmöglich systematisch ausgebaut und evaluiert werden. Nur ein aufgeklärter Verbraucher kann die Vielzahl an Angeboten, sowohl was den Konsum, als auch dessen Finanzierung betrifft, bewerten. Das beginnt schon bei der Auswahl des passenden Handytarifs“, so der Forscher.
Kuratoriumsvorsitzender Theophil Graband sieht in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender von easyCredit das gesellschaftliche Engagement seiner Bank bei ‚Deutschland im Plus’ richtig eingesetzt: „Wir schaffen den volkswirtschaftlich sinnvollen Zugang zum Kredit. Der Umgang damit liegt dann in der Hand des Kunden. Die Stiftung nimmt mit ihrem Angebot den Verbraucher an die Hand und vermittelt ihm das Wissen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Kredit.“ Graband will deshalb noch in diesem Jahr vier Millionen Euro für finanzielle Bildung ausgeben. Die Hälfte davon soll als Zustiftung das Kapital von „Deutschland im Plus“ erhöhen, die anderen zwei Millionen wird easyCredit über die Volksbanken Raiffeisenbanken für regionale Projekte zur finanziellen Bildung zur Verfügung stellen.
Wie im Vorjahr beinhaltet der Überschuldungsreport auch eine Analyse zu typischen Phasen des Überschuldungsprozesses, Verhaltensmustern und Dauer des Prozesses. Mit volkswirtschaftlich dramatischem Ergebnis: Durchschnittlich 14 Jahre vergehen vom ersten Überschuldungsauslöser bis zur vollständigen wirtschaftlichen Rehabilitation der Betroffenen. Teilweise sind noch erheblich längere Verweildauern in Überschuldung zu beobachten. Davon entfallen sechs Jahre im Insolvenzverfahren auf die Wohlverhaltensphase, die im europäischen Vergleich viel zu lange dauert. Der iff-Überschuldungsreport bestätigt die Notwendigkeit der Gesetzesinitiative des Bundesjustizministeriums, das Verbraucherinsolvenzverfahren auf 3 Jahre zu verkürzen. Die angekündigte Verfahrensverkürzung bedeutet auch eine Angleichung an den Standard in anderen europäischen Staaten.
Betroffene sollten rechtzeitig Hilfe suchen
Weiteres Ergebnis der Sonderauswertung: Ein großer Teil der Betroffenen zögert zu lange, bis professioneller Rat bei einer Schuldnerberatungsstelle eingeholt wird. Viele warten, bis sich die Situation nach außen manifestiert hat: Bei 18 Prozent der Überschuldeten kommt es zur Kündigung des Girokontos. Demgegenüber sparen sich diejenigen, die frühzeitig Rat suchen, durchschnittlich drei unproduktive und belastende Jahre in der Überschuldung. Eine Enttabuisierung des Themas könnte hier hilfreich sein und die hohe psychologische Belastung reduzieren.
Schuldenstruktur zeigt Altersunterschiede
Wie auch im Vorjahr betragen die Schulden eines überschuldeten Haushaltes im Mittel über 33.000 Euro, zahlbar an durchschnittlich 13 Gläubiger. Bei 3 Mio. überschuldeten Haushalten ergeben sich Gesamtschulden in Höhe von 110 Mrd. Euro. Je nach Alter der Schuldner gibt es deutliche Unterschiede. Aufgrund der nur geringen Bonität haben junge Leute eher geringere Schulden, da ihnen keine hohen Kredite eingeräumt werden – sie sind allerdings mit deutlich mehr Forderungen im Zahlungsrückstand als ältere Haushalte (15 vs. 8 Forderungen). Damit steigt die Gefahr, den Überblick über die Gesamtverbindlichkeiten zu verlieren. Die höchsten Schulden finden sich mit durchschnittlich 55.500 Euro hingegen in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen. Bei Banken haben Überschuldete durchschnittlich 17.800 Euro Schulden. Die Kredithöhe ist damit im Vergleich zur Vorjahresstichprobe leicht (minus 3,5 Prozent) rückläufig.
Mehr als jeder zweite überschuldete Haushalt (69 Prozent) hat Schulden bei der öffentlichen Hand; auf alle gerechnet beträgt der Rückstand dort durchschnittlich 4.300 Euro. Staatliche Stellen haben damit ein Frühwarnsystem an der Hand, um Überschuldung zu erkennen – und sie besitzen ein wesentliches Mittel, das helfen könnte, die Manifestation der Überschuldung zu verhindern: den Verzicht auf Forderungen. Denn ist die Überschuldung erst einmal eingetreten, muss die öffentliche Hand auch entsprechende Kosten tragen.
Einnahmen und Ausgaben mobil erfassen – Budgetplaner fürs Handy
Durch diese neue Form der Budgetplanung über das Mobiltelefon erhalten Jugendliche und Erwachsene sofort und hilfreiche Informationen zu ihrer finanziellen Situation. Einzige Vorraus-setzung ist ein javafähiges Handy. Ist die Installation auf dem Handy erstmal ausgeführt so kann der Budgetplaner auch direkt per Bluetooth oder Infrarot an andere Handys frei weiterge-geben werden. Persönliche Daten werden hierbei nicht mit übertragen. Mit diesem Angebot ergänzt die Stiftung ihr bisheriges Engagement zur finanziellen Allgemeinbildung.
Weitere Informationen und die Handy-App mit Installationshinweisen gibt es unter www.deutschland-im-plus.de.
Finanzielle Bildung auf dem „Campus der Stiftung Deutschland im Plus“ in Mini-München
• „Vorlesungen“ zum richtigen Umgang mit Geld
• Schüler werden zu „Professoren“
Nürnberg, 2. August 2010 – Die Stiftung „Deutschland im Plus“ beteiligt sich am Programm der 15. Ferienspielstadt „Mini-München“. Sie vermittelt den Kindern im Alter von 7 bis 15 Jahren Wissenswertes zum Umgang mit Geld. Während der „Vorlesungen“ in der „Mini-München-Hochschule“ erklären Mitarbeiter der Stiftung unter anderem einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen und Budgetplanung. Zusätzlich werden Schüler zu „Professoren“ ausgebildet, damit diese während Mini-München selbst den Umgang mit Geld „lehren“ können. Der Platz vor der Hochschule wird mit einem eigenen Straßenschild „Campus der Stiftung Deutschland im Plus“ benannt.
Die Vorlesungen am 4. und 5. August basieren auf dem Projekt „Konsum geplant – Budget im Griff“, das 2009 begonnen hat. Anhand aktueller Zahlen sprechen Referenten der Stiftung mit den Schülern über die Entwicklung der Überschuldung in Deutschland und klären die Frage, warum so viele Menschen von der Verschuldung in die Überschuldung rutschen. Zentrales Thema in den Unterrichtseinheiten ist der verantwortungsbewusste und nachhaltige Umgang mit Geld und Krediten. Der Workshop führt lebensnah und praktisch an das Thema „Budgetkompetenz“ heran und geht intensiv auf die Lebenswelt der Jugendlichen ein. Die Unterrichtseinheiten in Mini-München sind Teil der UNESCO-Aktionstage 2010 zum Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung".
Zentrale Themen in Mini-München 2010 sind die Vermittlung von wirtschaftlichen, politischen, und finanziellen Kreisläufen. Es gibt eine eigene Währung, die „MiMüs“, die verdient werden können und dann in den stadteigenen Umlauf gebracht werden. So lernen die Kinder mit viel Spaß, was es heißt Geld zu verdienen, es zu verwalten, zu sparen oder es auszugeben. Mini-München findet vom 3. bis 21. August im Olympiapark statt.
Schnelle Hilfe für Überschuldete
- Stiftung „Deutschland im Plus“ bietet Online-Schuldner-Portal an
- Kostenloser Service für Betroffene
- Budgetplaner für Handys zum Herunterladen
Nürnberg, 19.07.10 – Mit einem Online-Schuldner-Portal bietet „Deutschland im Plus – Die Stiftung für private Überschuldungsprävention“ schnelle und leicht verständliche Unterstützung. Millionen von Haushalten sind jährlich von Überschuldung betroffen. Oft ist die seelische Belastung groß, die Wartezeiten bei den Schuldnerberatungsstellen sind lang. Hier leistet die Stiftung nun Abhilfe auf ihrer Homepage. Das Wissensportal auf www.deutschland-im-plus.de bietet die Möglichkeit, Fragen an Schuldnerberater zu stellen, die direkt mit einem bereits vorhandenen Frage-Antwort-Pool abgeglichen werden.
Durch diese neuartige Form der Onlineberatung erhält der Ratsuchende sofort hilfreiche Informationen zu seiner Frage, was die Wartezeiten für qualifizierte Auskünfte auf ein Minimum reduziert. Dadurch können insbesondere häufig gestellte Fragen schnell und unkompliziert beantwortet werden. Bleiben dennoch einzelne Fragen ungeklärt, hat der Ratsuchende die Möglichkeit, per Mausklick die Frage zur individuellen Beantwortung an einen Schuldnerberater zu senden. Die Antwort erhält er dann auf Wunsch per Mail oder kann sie anonymisiert im Online-Portal der Stiftung „Deutschland im Plus“ nachlesen. Zum Start bietet das Online-Portal bereits über 140 Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Im Rahmen der stetig zunehmenden Benutzung wächst der Antwortenpool in einer Art „lernendem System“ weiter. „Dieses Online-Schuldnerportal ist ein weiterer Meilenstein in der Arbeit unserer Stiftung“, so Theophil Graband, Kuratoriumsvorsitzender von „Deutschland im Plus“. „Menschen in einer finanziellen Notlage brauchen schnelle, konkrete Hilfe. In diesem Forum finden sie alle Informationen, um gezielt an die Lösung ihrer Situation heranzugehen.“
Auch Dr. Christiane Decker, Vorstandsvorsitzende von „Deutschland im Plus“ betont, die Stiftung wolle mit diesem Portal für die Betroffenen die Hemmschwelle des Erstkontakts senken, die Wartezeit bis zum Termin beim Schuldnerberater überbrücken sowie schnell und unkompli-ziert helfen. Dass dieser Service wichtig ist, zeigt auch, der Überschuldungsreport 2009. Dieser wird vom Hamburger institut für finanzdienstleistungen e. V. (iff) mit Unterstützung von „Deutschland im Plus“ herausgegeben. In der Studie wurde erstmals die Dauer des Überschuldungsprozesses mit ihren einzelnen Phasen untersucht. Demnach dauert die durchschnittliche Wartezeit für einen Termin beim Schuldnerberater drei Monate. Hier setzt die Arbeit der Stiftung an - ohne Wartezeit und Kosten.
Neben dem Online-Portal können Interessierte und Betroffene erste Informationen auch unter der kostenfreien Beratungshotline 0800/ 5 03 58 51 von Schuldnerberatern erhalten. Die Experten sind Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr erreichbar.
Das Angebot wird seit Mitte Juli um einen Budgetplaner für Mobiltelefone ergänzt. Dieser kann kostenlos auf www.deutschland-im-plus.de heruntergeladen werden. Der kostenfreie Handy-Budgetplaner konzentriert sich auf die wesentlichen Funktionen, wie das Erfassen und Gegenüberstellen von Einnahmen und Ausgaben und ermöglicht jederzeit per Knopfdruck den Blick auf die aktuelle Budgetsituation. Einzige Voraussetzung ist ein javafähiges Handy. Einmal auf dem Handy installiert kann der Budgetplaner auch direkt per Bluetooth oder Infrarot an andere Handys frei weitergegeben werden. Persönliche Daten werden nicht mit übertragen.
• Unterrichtseinheiten an Nürnberger Schulen
• Ausgezeichnet als UNESCO Dekade-Projekt
Nürnberg, 31. März 2010 – Die Stiftung „Deutschland im Plus“ bietet Schulen der Metropolregion Nürnberg Unterrichtseinheiten in finanzieller Allgemeinbildung an. Wie der kürzlich veröffentlichte SCHUFA-Kreditkompass 2010 bestätigt, ist vor allem die Region Nürnberg/Fürth besonders stark von Überschuldung betroffen. Theophil Graband, Kuratoriumsvorsitzender von „Deutschland im Plus“ und Vorstandsvorsitzender von easyCredit ist das regionale Engagement der Stiftung wichtig: „Gerade an unserem Standort, in der Metropolregion Nürnberg, sehen wir uns als Mitglied des genossenschaftlichen FinanzVerbunds in der Verantwortung, das Angebot finanzieller Grundbildung zu etablieren.“ Die Unterrichtseinheiten unter dem Motto „Konsum geplant – Budget im Griff“ sind für neunte Klassen aller Schulformen konzipiert und werden derzeit auch in Nürnberg durchgeführt. Die Stiftung kann über info@deutschland-im-plus kontaktiert werden.
„Konsum geplant – Budget im Griff“ startete 2009. Anhand aktueller Zahlen sprechen Referenten der Stiftung mit den Schülern über die Entwicklung der Überschuldung in Deutschland und klären die Frage, warum so viele Menschen von der Verschuldung in die Überschuldung rutschen. In den Unterrichtseinheiten werden Budgetpläne erstellt und Schüler stellen Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Für dieses Förderprojekt erhielt die Stiftung in der Kategorie „Handlungskompetenz mit den Schwerpunkten Konsum/Ökonomie und Globales Lernen“ die Auszeichnung als UNESCO-Dekade-Projekt. Das Projekt der finanziellen Bildung reiht sich gut in die Anforderungen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ein, weil es das Ziel hat, Überschuldung bei Jugendlichen zu bekämpfen, bevor sie entsteht.
• Durchschnittliche Dauer des Überschuldungsprozesses 13 Jahre
• Finanzkrise wird sich ab 2010 spürbar auf Zahl der Überschuldeten auswirken
• Erstmals Daten von Selbständigen erfasst – durchschnittliche Überschuldung mehr als dreimal so hoch wie bei Privatpersonen
Hamburg, 15.12.2009 – Überschuldung ist ein gesellschaftliches Phänomen, welches jährlich Millionen Haushalte betrifft und auf viele Lebensbereiche negative Auswirkungen hat. Das Hamburger institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) präsentiert, unterstützt von der Stiftung „Deutschland im Plus“, mit dem Überschuldungsreport 2009 neue Ergebnisse und zeigt Handlungsfelder auf. In einer Pilotstudie wurde zum ersten Mal die Dauer des Überschuldungsprozesses mit ihren einzelnen Phasen untersucht.
Von Überschuldung Betroffene durchlaufen mehrere Phasen: Fast vier Jahre vergehen nach dem Auslöser der Überschuldung bis zum Besuch der Beratungsstelle, wo nach einer rund 3-monatigen Wartezeit die Betreuung ca. 9 Monate beträgt. Das folgende Restschuldbefreiungsverfahren dauert 6 Jahre. Dieses Verfahren bleibt als Negativmerkmal noch etwa zwei Jahre bei den Auskunfteien gespeichert. Insgesamt werden acht von zehn Betroffenen in den untersuchten Beratungsstellen in das Verbraucherinsolvenzverfahren überführt.
Häufigster Überschuldungsauslöser ist immer noch die Arbeitslosigkeit. Die seit 2009 wieder steigende Arbeitslosenquote und der enorme Anstieg bei der Kurzarbeit ließen sich bereits im ersten Quartal 2009 an den Frühindikatoren der Überschuldeten ablesen. „Aus den Ergebnissen können wir bereits die Prognosen für 2010 ableiten“, so Prof. Dr. Udo Reifner vom iff. Für das Jahr 2010 sei demnach mit einer steigenden Anzahl von Überschuldeten zu rechnen.
An der besonderen Überschuldungsgefährdung einzelner Bevölkerungsgruppen hat sich seit Jahren nichts geändert. Alleinerziehende Mütter und Väter und Partnerhaushalte mit drei oder mehr minderjährigen Kindern sind besonders stark von Überschuldung betroffen. Ein Nährboden für Überschuldung ist die Armut: Die aktuelle Situation zeigt, dass acht von zehn überschuldeten Haushalten einkommensarm sind. Sie verfügen über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens. Die durchschnittliche Schuldenhöhe bei den Überschuldeten, die nicht selbständig sind, beträgt 26.123 Euro und verteilt sich auf 17 Forderungen. Jeder zehnte Ratsuchende in Schuldnerberatungsstellen ist selbständig. Hier zeigt sich eine besondere Brisanz: Die durchschnittliche Verschuldung bei diesen Überschuldeten beträgt 89.998 Euro.
„Die Ergebnisse zeigen uns, wie wichtig ein dauerhaftes Engagement zur Überschuldungsprävention ist“, stellt Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky, Vorstand der Stiftung „Deutschland im Plus“, fest. „Mit unserem Angebot einer Telefon- und Onlineberatung wollen wir dazu beitragen, die emotionale Barriere zu überwinden, die beim ersten Schritt zur Beratungsstelle besteht.“ Auf der Website www.deutschland-im-plus.de bietet die Stiftung unkomplizierte Hilfe: Schuldnerberater beantworten online und per Telefon die Fragen der Hilfesuchenden. Die gebührenfreie Rufnummer lautet: 0800/5 03 58 51.
Darüber hinaus setzt die Stiftung auch auf finanzielle Bildung von Jugendlichen. In Nürnberg ist ein Projekt in unterschiedlichen Schultypen erfolgreich angelaufen und wird nun konsequent ausgebaut: Unter dem Motto „Konsum geplant - Budget im Griff“ erweitern Schüler dabei ihr finanzielles Grundwissen. Anhand von Budgetplänen werden in den Unterrichtseinheiten der Stiftung beispielhaft Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt und Strategien für den Umgang mit dem eigenen Geld entwickelt. Eine Broschüre bietet zusätzliche Informationen zum Thema Überschuldungsprävention und dient auch als Nachschlagewerk zu Begriffen rund um Budget und Kredit. „Konsum geplant – Budget im Griff“ wurde im September 2009 als UNESCO-Dekadeprojekt ausgezeichnet.
Die Stiftung „Deutschland im Plus“ wurde im Jahr 2007 von easyCredit ins Leben gerufen, um dem Problem der wachsenden Zahl überschuldeter Menschen zu begegnen. „Wir wollen mit der Stiftung informieren, präventiv tätig sein und helfen. Das entspricht dem Wertekanon des genossenschaftlichen FinanzVerbunds“, so Theophil Graband, Chef von easyCredit und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung. „Wir nehmen die Verantwortung für unsere Kunden ernst“, so Graband weiter. easyCredit lässt die aus der Zusammenarbeit mit dem iff und der Stiftung „Deutschland im Plus“ gewonnenen Erkenntnisse in ihre Produktentwicklung in diesem Sinne einfließen.
Deutsches Stiftungszentrum: Förderprojekt der Stiftung „Deutschland im Plus“ wird von der UNESCO als Dekade-Projekt ausgezeichnet.
- Förderprojekt der Stiftung „Deutschland im Plus“ wird UNESCO Dekade-Projekt
In der Kategorie Handlungskompetenz mit den Schwerpunkten Konsum/Ökonomie und Globales Lernen erhält das Förderprojekt „Konsum geplant - Budget im Griff“ der Stiftung Deutschland im Plus am 23.09.2009 die Auszeichnung als UNESCO Dekade-Projekt. Diese Anerkennung erhält die Stiftung für ihr Engagement Jugendlichen nachhaltiges Denken und Handeln im Umgang mit Geld zur Prävention von Überschuldung zu vermitteln.
Bereits im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) die Jahre 2005 – 2014 zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bestimmt und sich damit verpflichtet, ein entsprechende Bildungskonzept zu forcieren – in Kindergärten, Schulen, beruflicher Ausbildung, Universitäten und Forschungsinstituten ebenso wie in außerschulischen Weiterbildungseinrichtungen und im Bereich des informellen Lernens außerhalb von Bildungseinrichtungen.
"Konsum geplant – Budget im Griff“ der Stiftung Deutschland im Plus reiht sich gut in die Anforderungen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ein. Das Projekt hat zum Ziel, Überschuldung bei Jugendlichen zu bekämpfen bevor sie entsteht. Es richtet sich an SchülerInnen der Klassen 9-13 und soll mit entsprechenden Unterrichtsmaterialen zur Prävention beitragen. Antworten auf Fragestellungen wie „Was ist Ver- und was ist Überschuldung, welche Kostenfallen gibt es, welche Möglichkeiten gibt es an Geld zu kommen?“ sind Teil des Programms. Die Inhalte haben das Auswahlkomitee überzeugt. Die Auszeichnung findet im Rahmen der Aktionstage 2009 im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt. Die Auszeichnung wird überreicht von Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade.
Die Stiftung Deutschland im Plus ist eine von über 430 Stiftungen, die das DSZ - Deutsche Stiftungszentrum im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft betreut.
Weitere Informationen erteilt:
Nicole Germeroth – Referentin Stiftungskommunikation & Marketing
DSZ – Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Barkhovenallee 1 – 45239 Essen
Tel: 0201/8401-204
E-Mail: nicole.germeroth@stifterverband.de;
www.deutsches-stiftungszentrum.de
Stiftung „Deutschland im Plus“ setzt sich für finanzielle Bildung an Schulen ein
(pdf-Download)
• Erste Unterrichtseinheiten an Nürnberger Schulen
• Schüler lernen Umgang mit eigenem Budget
• Überregionales Engagement an Schulen geplant
Nürnberg, 28. Juli 2009 – Deutschland im Plus – die Stiftung für private Überschuldungsprävention – startet ein Programm zur finanziellen Bildung von Schülern. Im Bertolt-Brecht-Gymnasium und in der Veit-Stoß-Realschule in Nürnberg fanden die ersten Unterrichtseinheiten unter dem Motto „Konsum geplant - Budget im Griff“ statt. Schüler der 9. Klassen erweitern dabei ihr finanzielles Grundwissen und bekommen wertvolle Tipps für den Umgang mit dem eigenen Budget. „Gerade Kinder und Jugendliche müssen früh und didaktisch angemessen aufbereitet den Umgang mit Geld lernen. Wir wollen erreichen, dass sie sich auch langfristig mit diesem für den Alltag äußerst wichtigen Thema auseinander setzen“, bestätigt auch Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky, Vorstand der Stiftung Deutschland im Plus und Inhaber des Lehrstuhls für Haushalts- und Konsumökonomik an der Uni Bonn.
Anhand aktueller Zahlen sprechen jeweils zwei Referenten der Stiftung mit den Schülern über die Entwicklung der Überschuldung in Deutschland und klären die Frage, warum so viele Menschen von der Verschuldung in die Überschuldung rutschen. Schwerpunkt der 90-minütigen Unterrichtseinheit ist die Erarbeitung von Budgetplänen. Die Schüler stellen beispielhaft Einnahmen und Ausgaben gegenüber und überlegen sich Strategien für den Umgang mit dem eigenen Geld. Zudem erhält jeder Schüler die Broschüre „Konsum geplant – Budget im Griff“ der Stiftung Deutschland im Plus. Darin befinden sich Informationen rund um das Thema Überschuldungsprävention. Neben der Vertiefung der finanziellen Bildung dient das Heft auch als Nachschlagewerk zu Begriffen rund um Budget und Kredit. Nach dem Unterricht werden Meinungen der Lehrer und Schüler zur Unterrichtseinheit gesammelt, ausgewertet und zur Optimierung des Bildungskonzepts eingesetzt. Zudem wird der Wissensstand der Schüler evaluiert. Die Inhalte der Unterrichtseinheit sind auf Schüler der 9. bis 12. Klasse zugeschnitten und werden verschiedenen Schulformen angeboten.
„Wir sind froh über das Angebot der finanziellen Allgemeinbildung, das die Themen des Lehrplanes vertieft“, sind sich die Schulleiter Siegrun Graff und Dr. Harald Schmidt einig. Nach dem Start in der Metropolregion Nürnberg wird die Stiftung Deutschland im Plus mittelfristig überregional an Schulen tätig werden.
Wie wichtig der Unterricht zur finanziellen Bildung ist, belegen auch die Erkenntnisse aus dem von der Stiftung finanzierten Überschuldungsreport 2008 des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff). Eine Untersuchung nach Altersklassen ergibt, dass bei rund 25% der überschuldeten Jugendlichen unter 18 Jahren das eigene Konsumverhalten der Hauptauslöser für Überschuldung ist. In der Altersgruppe der 18- bis 25-jährigen gilt dies noch in 20% der Fälle. Hier setzt die Stiftung Deutschland im Plus mit Ihrem Schulungskonzept an.
Deutschland im Plus wird gefördert von easyCredit: „Mit unserem verantwortlichen und fairen Kreditverkauf sehen wir uns gemeinsam mit unseren Verbundpartnern in der Tradition genossenschaftlicher Werte. Deshalb unterstützen wir dieses wichtige Engagement von „Deutschland im Plus“, erklärt Theophil Graband, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG, die den easyCredit zusammen mit 76 % der Genossenschaftsbanken in Deutschland verkauft.
iff-Überschuldungsreport 2008 veröffentlicht
- Armut und Scheidung lösen jede zweite Überschuldung aus
- Haushalte mit minderjährigen Kindern besonders betroffen
Hamburg/Nürnberg 30.06.08. Das institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) veröffentlicht mit Unterstützung der von der Teambank AG gegründeten Stiftung „Deutschland im Plus“ zum dritten Mal den iff-Überschuldungsreport. Für diese Studie wurden die Daten von fast 10.000 überschuldeten Haushalten aus ganz Deutschland von einem wissenschaftlichen Team aus Soziologen, Juristen und Statistikern ausgewertet. Der Report ermöglicht aufgrund der hohen Fallzahl belastbare Aussagen über die Lage der von Überschuldung betroffenen Haushalte und Hochrechnungen auf die Bevölkerung insgesamt. Dabei ist es erschreckend, wie sehr die finanzielle Sorge für abhängige Kinder bei getrennt lebenden Eltern die Armut und Überschuldung bei beiden wahrscheinlicher macht. Dass Eltern ihren Kindern in dieser Konstellation oft nicht ein Aufwachsen in sorgloser wirtschaftlicher Sicherheit bieten können, ist besonders bedrückend. Der Report zeigt, dass Überschuldung zwar individuell überraschend, aber hinsichtlich bestimmter Bevölkerungsgruppen nicht ohne Wahrscheinlichkeit eintritt, und zudem einem typischen Ablauf folgt. Die Studie zeigt weiter, dass Überschuldung in vielen Fällen nichts mit Verschwendung, sondern mit Armut und mangelnder Teilhabemöglichkeit am gesellschaftlichen Wohlstand zu tun hat und ihrerseits die wirtschaftliche Isolation weiter verstärkt. „Der Staat und die verantwortliche Wirtschaft sind aufgefordert, vor dem Hintergrund der Daten neue Lösungen zu suchen, um die Überschuldung einzudämmen und zu beherrschen.“ sagt der Direktor des iff, Prof. Dr. Udo Reifner.
Wichtige Ergebnisse der Studie:
- 80 % der Überschuldeten sind arm
- temporäre Armut ist in den meisten Fällen die Voraussetzung für Überschuldung
- Arbeitslosigkeit und Trennung sind in fast 50 % der Fälle die Überschuldungsauslöser
- Überschuldung betrifft Zeiten der Haushaltsgründung und des Karrierebeginns
- Überschuldung betrifft besonders Haushalte mit minderjährigen Kindern
- nach der Hochrechnung ist mehr als jeder fünfte Alleinerziehendenhaushalt mit minderjährigen Kindern in Deutschland überschuldet
- immer noch jeder fünfte Überschuldete hatte 2007 kein eigenes Girokonto
Den Überschuldungsreport können Sie hier herunterladen. Eine gedruckte Ausgabe können Sie hier bestellen.
TeamBank ruft Stiftung „Deutschland im Plus“ ins Leben
(pdf-download)
- Ratenkreditspezialist engagiert sich gegen Überschuldung privater Haushalte
- http://www.deutschland-im-plus.de/ umfassendes Portal zur Überschuldungsprävention
- iff-Überschuldungsreport 2008 weist detailliert Gründe für Überschuldung aus
Berlin/Nürnberg, 30. Juni 2008 – Die Nürnberger TeamBank AG hat als erstes Kreditinstitut eine Stiftung gegen private Überschuldung gegründet. Der Ratenkreditspezialist des genossenschaftlichen FinanzVerbunds hat „Deutschland im Plus – Die Stiftung für private Überschuldungsprävention“ ins Leben gerufen, die von einem unabhängigen Vorstand geführt wird. Zu den Aufgaben von Deutschland im Plus zählen ganzheitliche Aufklärung und Information, Bildungsmaßnahmen und Prävention sowie konkrete Beratung für Rat- und Hilfesuchende.
„Wir nehmen die wachsende Zahl überschuldeter und insolventer Haushalte in Deutschland ernst“, sagte Theophil Graband, Vorstandsvorsitzender der TeamBank. „Denn ein Kredit in Schieflage nutzt weder dem Kunden noch der Bank.“ Seit 2003 setzt sich die Bank gegen Verbraucherüberschuldung mit einer Vielzahl an Aktivitäten und Produktentwicklung für Sicherheit und Fairness ein. „Für uns, die wir uns in der Tradition genossenschaftlicher Werte und Verantwortung sehen, ist Fairness gegenüber den Kunden ein wichtiger Baustein für langfristigen Erfolg“, fügte Graband hinzu. Daher sei die Stiftungsgründung nur konsequent.
Für den Vorstand der Stiftung „Deutschland im Plus“, der aus drei Personen besteht, wurde unter anderem Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky gewonnen, Inhaber des Lehrstuhls für Haushalts- und Konsumökonomik an der Uni Bonn. „Die Aufgabe im Stiftungsvorstand habe ich gern übernommen, da ich die große Chance sehe, unabhängig und effektiv Überschuldung und Privatinsolvenzen langfristig zu bekämpfen“, begründet Prof. Piorkowsky sein Engagement. Der Universitätsprofessor ist ausgewiesener Experte der finanziellen Bildung im ökonomischen Kontext und setzt sich seit Jahren dafür ein, den Wirtschaftsunterricht in allen Schulzweigen stärker zu verankern.
Online-Schuldnerberatung und Bildungsprogramm zur Überschuldungsprävention
Auf der Plattform http://www.deutschland-im-plus.de/ finden Interessierte und Betroffene neben Informationen zur Überschuldungsprävention auch das Angebot zur Schuldnerberatung. Für anonyme Fragen stehen Schuldnerberater des SKM-Katholischen Verbandes für soziale Dienste in Deutschland (Köln), der Lebensberatung für Langzeitarbeitslose (Düsseldorf), der Schuldnerhilfe Köln e.V. und des Vereins Schuldnerhilfe Essen online oder per Telefon zur Verfügung. „Auf diese Weise können Betroffene früher Hilfe von außen in Anspruch nehmen – nicht erst, wenn der Schuldenberg unüberwindlich scheint“, erklärt Prof. Piorkowsky. So soll die Schwelle vor dem ersten Kontakt zu einer Beratungshilfe deutlich gesenkt werden – gerade vor dem Hintergrund, dass viele Betroffene spät oder gar zu spät professionelle Hilfe suchen. Die gebührenfreie Rufnummer lautet 0800 / 5 03 58 51.
Das Finanz-ABC der TeamBank bildet die Basis für das Bildungsprogramm von Deutschland im Plus. So wird die Stiftung inhaltlich wie didaktisch Unterrichtseinheiten für Schulen aller Bildungszweige anbieten. „Gerade Kinder und Jugendliche müssen früh und didaktisch angemessen aufbereitet den Umgang mit Geld lernen. Wir wollen erreichen, dass sie sich auch langfristig mit diesem für den Alltag äußerst wichtigen Thema auseinander setzen“, erläutert Prof. Piorkowsky.
Die Stiftung ist mit einem Stiftungskapital von einer Million Euro von der TeamBank ausgestattet. Darüber hinaus fördert der Ratenkreditspezialist im laufenden Jahr die Arbeit von „Deutschland im Plus“ mit einem Budget und Sachleistungen von über 100.000 Euro. Aber auch mit Kleinspenden über die Spendenhotline 0900 / 1 77 95 00 (5 Euro pro Anruf nur aus dem Netz von Arcor und Telekom) kann die Arbeit unterstützt werden.
Arbeitslosigkeit und Scheidung Hauptauslöser für Überschuldung
Der Überschuldungsreport 2008, den das institut für finanzdienstleistungen e.V., Hamburg (iff) erstellt hat, ist als erstes gefördertes Projekt von der Stiftung erschienen. Für die Studie konnten die Daten von nahezu 10.000 überschuldeten Haushalten ausgewertet werden. Die Studie zeigt detailliert, dass die Situation des Scheiterns nicht ohne statistische Wahrscheinlichkeiten eintritt, und meistens nichts mit Verschwendung zu tun hat. Besonders gefährdet sind danach allein erziehende Eltern mit minderjährigen Kindern, die im Vergleich zu allen Haushalten mehr als dreimal so stark von Überschuldung betroffen sind. In nahezu der Hälfte aller untersuchten Haushalte führten Arbeitslosigkeit und Scheidung zuerst in die Armut und dann in die Überschuldung. „Überschuldung ist ein Prozess, der nicht unumkehrbar sein muss“, erläutert dazu Prof. Dr. Udo Reifner, Direktor des iff. Verfolgt man die Überschuldungskarrieren zurück, so zeigen sich vielfältige Eingriffsmöglichkeiten. Finanzielle Allgemeinbildung könne nur eine wichtige Maßnahme eines ganzen Bündels sein.
Der Überschuldungsreport fordert von allen beteiligten Parteien, wie Banken, Verbrauchern und Gesellschaft, einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Thema Überschuldung. Dem Report ist ein umfangreicher Tabellenteil beigefügt.
Den Überschuldungsreport können Sie hier herunterladen. Eine gedruckte Ausgabe können Sie hier bestellen.






