Halten Rabattaktionen immer das was sie versprechen?

Der lang ersehnte Tag aller Schnäppchenjäger steht bevor – der Black Friday. Am 27. November 2020 ist es wieder soweit: Viele Konsumenten geraten an diesem Tag in einen absoluten Kaufrausch und mutieren teilweise zu regelrechten „Shopaholics“. Inzwischen findet das Shopping-Event des Jahres zum siebten Mal in Deutschland statt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Der Black Friday findet jährlich Ende November statt, genau ein Tag nach dem amerikanischen Fest Thanksgiving. Händler bieten an diesem Tag Sonderaktionen an, um insbesondere das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln. Hierdurch gelingt es Unternehmen Rekordumsätze zu erzielen. Aber Achtung: es lohnt sich die Deals genau unter die Lupe nehmen, denn manche Angebote können täuschen.

Nicht jedes Sonderangebot ist wirklich günstiger

Die ausgeschriebenen Preisnachlässe beziehen sich meist auf die UVP (=unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers). Jedoch ist dieser Preis in der Regel höher, als der Preis, den der Händler normalerweise verlangen würde. Demnach vermuten Kunden eine größere Ersparnis, als sie tatsächlich erzielen. Außerdem zeigen Studien, dass einzelne Unternehmen die Preise kurz vor dem Black Friday anheben und somit Konsumenten getäuscht werden.

Lockangebote sollen Konsumenten beeinflussen und zum Kauf anregen.

Einfluss von Rabatten auf das Kaufverhalten

Unsere Augen werden größer und wir verspüren den Drang zuzuschlagen, wenn wir ein Angebot entdecken. Neurowissenschaftler haben ermittelt, dass beim Sichten eines Rabattschildes das Belohnungssystems im Gehirn angesprochen wird. Deshalb wird häufig mehr gekauft als eigentlich geplant.

Macht Konsum wirklich glücklich?

Zwar verspüren viele Konsumenten zunächst ein Glücksgefühl nach dem getätigten Einkauf, doch hält diese Euphorie in der Regel nicht lange an. In einigen Fällen kommt es sogar zu Gewissensbissen und innerer Leere, das wiederum durch Konsum versucht wird zu beseitigen.

Um sich eben nicht von solchen Rabattaktionen und anderen Tricks blenden zu lassen, spielt finanzielle Bildung eine wichtige Rolle. Die Stiftung Deutschland im Plus fördert die Finanzkompetenzen bei jungen Erwachsenen. Hierfür bietet die Stiftung kostenlose Workshops für Schülerinnen und Schülern sowie Migrantinnen und Migranten an.

Digitale Finanzbildung im virtuellen Klassenraum