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iff-Überschuldungsschlaglicht/- und Diskussionspapier

Mit Unterstützung der Stiftung Deutschland im Plus bietet das iff-Institut in Hamburg zusätzlich zum jährlich erscheinenden iff-Überschuldungsreport weitere Formate in Sachen Überschuldungsforschung. Das iff-Überschuldungsschlaglicht, das viermal jährlich erscheint, beleuchtet brisante und aktuelle Themen in Sachen Überschuldung und bedient somit die laufende Berichterstattung zwischen den Überschuldungsreports. Das Diskussionspapier, das zweimal jährlich erscheint, gewährt einem internationalen Fachpublikum Einblick in die deutsche Überschuldungsforschung.  Zielsetzung ist, den Austausch der deutschen und internationalen Überschuldungsforschung zu fördern und aktuelle Überschuldungsprobleme schneller zu erkennen und aufzugreifen.



iff-Quartalsschlaglicht 01/2017
Wenn von überschuldeten Personen die Rede ist, denkt man zunächst an den Verbraucher. Er bezieht sein Einkommen aus Arbeitsentgelt, Sozialleistungen, Rente oder versucht mit der Kombination aus mehreren Einkommensquellen seinen privaten Haushalt zu finanzieren. Diesen Menschen steht ein öffentlich finanziertes schuldner- und insolvenzrechtliches Beratungsangebot zur Verfügung. Für Kleinst- und Kleinselbstständige, die ihr Einkommen aus wirtschaftlich selbstständiger Tätigkeit erzielen - gemeint sind hier aber nicht die freiberuflichen Tätigkeiten wie Rechtsanwälte oder Steuerberater, sondern die vielen kleinen Handwerker, Kiosk- und Ladenbetreiber sowie Freiberufler mit Dozententätigkeit - existiert eine solche Beratung nicht. Die Folgen sind fatal.
Diskussionspapier 01/2017
Das Diskussionspapier "Theoretical Frameworks for Investigating Consumer Over-Indebtedness and Bankruptcy" von Xiaojing Wang, Anne Marie Ward, Anthony Wall von der Ulster University in Nordirland und Dirk Ulbricht (iff-Institut) stellt drei theoretische Ansätze vor, die sowohl politischen Entscheidungsträgern zur Orientierung dienen  als auch eine Basis für künftige empirische Forschungen bilden sollen. In USA gibt es ein vergleichsweise schuldnerfreundliches Restschuldbefreiungsverfahren, das eine zügige Entschuldung zu einer raschen Wiederherstellung einer vollständigen Teilhabe der Überschuldeten am Wirtschaftsverkehr ermöglicht. Auf der anderen Seite existieren gläubigerfreundliche Restschuldbefreiungsverfahren wie in Deutschland, die sich dies über mehrere Jahre hinziehen.
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