Forschungiff-Report

iff-Überschuldungsreport

Beim jährlich erscheinenden iff-Überschuldungsreport handelt es sich um eine Studie über die Situation von überschuldeten Privathaushalten in Deutschland. Die Stiftung „Deutschland im Plus“ unterstützt das unabhängige iff-Institut bei der Erstellung der Studie bereits zum zehnten Mal in Folge. Im Gegensatz zu anderen Studien handelt es sich nicht um einen Atlas, der die Überschuldungsbetroffenheit einzelner Regionen nachweist, sondern um eine Beschreibung der wirtschaftlichen und sozialen Realität der Menschen, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Ziel der Studie ist es unter anderem, den beteiligten gesellschaftlichen Gruppen aus Politik, Verwaltung und Schuldnerberatung, den betroffenen Haushalten und den Anbietern von Finanzdienstleistungen belastbare Daten zur Verfügung zu stellen.

MaedchenmitLupte
iff-Überschuldungsreport 2016 - der Aufschwung geht an den Ärmeren vorbei
Der iff-Überschuldungsreport erscheint seit 2006 und wird von einem Team aus Soziologen, Juristen und Volkswirten erstellt. Für den iff-Überschuldungsreport 2016 wurden 61.723 Haushalte untersucht, bei denen die Schuldnerberatung zwischen dem Jahr 2005 und dem 1. Quartal 2016 begann. Ausgewertet wurden die anonymisierten Daten von 21 Beratungsstellen in allen 16 Bundesländern. Die Daten sind prozessgeneriert; das heißt, sie wurden während des Beratungsprozesses in der Schuldnerberatungsstelle mit Hilfe der Schuldnerberatungssoftware CAWIN des iff dokumentiert, zusammengefasst und für die statistischen Auswertungen aufbereitet. Bei den analysierten Haushalten handelte es sich überwiegend um nichtselbständige Überschuldete; knapp jeder zehnte Fall betraf ehemals selbständige Überschuldete, bei denen die Selbstständigkeit gescheitert war.