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Forschungsergebnisse

Zu den Themen „Konsumverhalten“ „Finanzielle Bildung“ sowie „Ver-/Überschuldung“ gibt es mehrere Studien und Statistiken. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über unterschiedliche Forschungsschwerpunkte- und ergebnisse ausgewählter Wissenschaftler bzw. Institute.

iff-Überschuldungsreport 2019

Der iff-Überschuldungsreport erscheint seit 2006 und wird von einem Team aus Soziologen, Juristen, Sozialpädagogen und Volkswirten erstellt. Für den iff-Überschuldungsreport 2018 wurden mehr als 120.000 Haushalte untersucht, bei denen die Schuldnerberatung zwischen den Jahren 2008 und 2018 begann. Ausgewertet wurden die anonymisierten Daten von 44 Beratungsstellen bundesweit. Die Daten sind prozessgeneriert; das heißt, sie wurden während des Beratungsprozesses in der Schuldnerberatungsstelle mit Hilfe der Schuldnerberatungssoftware CAWIN des iff dokumentiert, zusammengefasst und für die statistischen Auswertungen aufbereitet. Bei den analysierten Haushalten handelte es sich überwiegend um nichtselbständige Überschuldete.

Creditreform Schuldneratlas 2018

Die Zahl der überschuldeten Deutschen hat gegenüber dem Vorjahr nur leicht zugenommen. Doch gegen diesen Trend sind deutliche Steigerungen beim Anteil der Frauen und älteren Menschen festzustellen. Sorgen macht auch die Entwicklung bei den Wohnkosten. Für die Bezieher kleiner Einkommen in Ballungszentren sind sie kaum zu tragen und ein Einfallstor für Überschuldung.

Trendstudie: Digitale Bildung auf dem Weg ins Jahr 2025

Anlässlich ihres 25. Bestehens hat die LEARNTEC ausgewählte Bildungsexperten um einen Blick in die Zukunft des digitalen Lernens im Jahr 2025 gebeten. Mit einer zweistufigen Delphi-Studie werden wichtige Aspekte des digitalen Lehrens und Lernens in den Sektoren Schule, Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung beleuchtet. Insgesamt haben 68 Expertinnen und Experten aus allen Bildungssektoren sowie aus der Bildungspolitik die Fragen beantwortet, die ihnen das mmb Institut, unterstützt von Prof. Peter Henning, im Auftrag der LEARNTEC vorgelegt hat.In dem folgenden Bericht werden die Ergebnisse der beiden Delphi-Stufen zusammengefasst.

Jugendstudie 2015 des Bankenverbandes "Wirtschaftsverständnis, Finanzkultur und Digitalisierung"
  • Bei der Jugenstudie 2015 handelt es sich um eine repräsentative Meinungsumfrage – erhoben von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) – unter 14- bis 24-Jährigen. Die Studie zeigt unter anderem, dass das Interesse der Jugendlichen an Wirtschaft wieder deutlich zugenommen hat. Konkrete Informationen daüber, wie Wirtschaft funktioniert, wünschen sich zwei Drittel der Befragten, diese erwarten sie vor allem von den Schulen und den Medien. Wie zu erwarten sind die befragten jungen Menschen in hohem Maße internetaffin – bereits 98% besitzten ein Smartphone oder einen Tablet-PC. Dabei nutzen drei Viertel der Befragten das Internet zum Einkaufen. Insgesamt 63 legen großen Wert auf die Sicherheit im weltweiten Netz.

Financial Literacy and Retirement Planning in Germany, in NBER Working paoer w17110, 2011

Die Autorinnen Tabea Bucher-Koenen und Annamaria Lusardi untersuchen den Zusammenhang zwischen finanzieller Bildung und Vorsorgesparen. Verwendet wird der Standard-3-Fragen-Test. Dabei gelangen die Autorinnen zu der Erkenntnis, dass der Wissensstand im Bereich „finanzielle Bildung“ eng mit dem Bildungsstand zusammenhängt und dieser in Ostdeutschland geringer ist als in Westdeutschland.

Creditreform Schuldneratlas 2017

Der SchuldnerAtlas Deutschland untersucht, wie sich die Überschuldung von Verbrauchern innerhalb Deutschlands kleinräumig verteilt und entwickelt. Die Analyse basiert auf den Daten und Karten der Creditreform Tochterfirmen „Creditreform Boniversum GmbH“ und „microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH“ (beide Neuss). Laut Schuldneratlas ist die Überschuldung   von Privatpersonen in Deutschland seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen, allerdings weniger stark als zu befürchten war. Zum Stichtag 1. Oktober 2017 wurde für die gesamte Bundesrepublik eine Überschuldungsquote von 10,04 Prozent gemessen. Damit sind über 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Dies sind rund 65.000 Personen mehr als noch im letzten Jahr (+ 0,9 Prozent).
Ein weiterer Trend ist, dass Frauen in Sachen „Überschuldung“ aufholen.  So nahm die Zahl der Überschuldungsfälle bei den Frauen in diesem Jahr stärker zu (2,7 Millionen; + 39.000 Fälle) als bei den Männern (4,2 Millionen; + 26.000 Fälle).

Deutsche mit geringster Finanzbildung in Europa, ING-DiBA-Studie 2013

In einer europaweiten Studie hat die ING-DiBA zusammen mit Ipsos unter anderem das Thema „Finanzbildung“ untersucht. Laut der vorliegenden Studie geben europaweit mit 53 Prozent die meisten Menschen zu, keine Finanzbildung zu haben. In absoluten Zahlen outen sich damit 35 Millionen deutsche Erwachsene als finanzielle Analphabeten.

Der vertrauende, der verletzliche oder der verantwortungsvolle Verbraucher? Plädoyer für eine differenzierte Strategie in der Verbraucherpolitik

In dieser Stellungnahme des „Wissenschaftlichen Beirats Verbraucher- und Ernährungspolitik“ beim BELV werden die unterschiedlichen Kompetenzprofile der Verbraucher analysiert. Laut Ansicht der Autoren wäre es sinnvoll, wenn verbraucherpolitische Strategien diese Vielfalt berücksichtigen.

Zunehmende Überschuldung privater Haushalte - Konsequenzen für die ökonomische Grundbildung, von Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky

Der Aufsatz von Prof. Dr. Michael-Burkhard Pirokowsky, erschienen in der Zeitschrift „Verbraucher und Recht 10/2012“,  beschreibt „ausgewählte Ergebnisse aus Analysen zur Überschuldung“. Anschließend werden die aufgezeigten Tendenzen im Hinblick auf bildungspolitische und bildungspraktische Maßnahmen diskutiert. In diesem Zusammenhang wird für eine Neuorientierung des Verbraucherverständnisses und der ökonomischen Grundbildung plädiert.“

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