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Die Stiftung für private Überschuldungsprävention

Die Stiftung "Deutschland im Plus" engagiert sich für die private Überschuldungsprävention in Deutschland.
Zu unseren Aufgaben zählen Bildungsmaßnahmen für Schüler, Bereitstellung von Informationen,
Forschungsförderung sowie konkrete Beratung für Hilfesuchende.
Unsere Arbeit fokussiert sich auf folgende Themen: 

Finanzielle Bildung - Basis fürs Leben

Finanzielle Bildung ist von öffentlichem Interesse. Denn der kompetente Umgang mit Geld und Finanzdienstleistungen ist nicht nur für ein erfolgreiches Wirtschaften im privaten Bereich notwendig, sondern wirkt sich auch positiv auf die Funktionsfähigkeit von Märkten sowie auf die gesellschaftliche Stabilität aus.
6.700.000
überschuldete Menschen
in Deutschland (Quelle: Creditreform Schuldneratlas 2015)
Wer finanzielle Kompetenz besitzt, ist klar im Vorteil. Denn in jeder Lebensphase werden finanzielle Entscheidungen getroffen. Leitziel ökonomischer Bildung ist daher der mündige Wirtschaftsbürger, der ausreichende Qualifikationen besitzt, um alle wichtigen Finanzfragen erfolgreich zu lösen.
Das Idealbild einer allseits präsenten und weit verbreiteten Finanzkompetenz entspricht jedoch nicht ganz der Realität: Zahlreiche Studien belegen, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Kompetenzen in Deutschland im Bevölkerungsquerschnitt ausbaufähig sind. So hatten - laut einer Pressemitteilung des Bundesamtes für Statistik -  in 2013 zwei Drittel der Schuldner unter 25 Jahren rund 1350 Euro Verbindlichkeiten bei Telekommunikationsanbietern. Das waren 18 % ihrer Gesamtverbindlichkeiten (u.a. Schulden bei Kreditinstituten, Inkassobüros, öffentlichen Gläubigern, Telekommunikationsunternehmen etc.). Fast zwei Monatsnettoeinkommen wären demnach nötig, um ausschließlich die Forderungen der Telekommunikationsanbieter zu begleichen. 

Angesichts dieser Zahlen fordern nicht nur Experten, sondern auch 78% der Deutschen, dass Finanzbildung bereits in der Schule vermittelt werden sollte. Die Stiftung "Deutschland im Plus" schließt mit ihrem Unterrichtsmodul "Konsum geplant, Budget im Griff" diese Lücke. 

 

Erste Hilfe für überschuldete Menschen

Fast jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist überschuldet. Dabei hat laut "Creditreform Schuldneraltas" die Anzahl der schweren Überschuldungsfälle in 2014 zugenommen. Neben unverschuldeten Überschuldungsauslösern, wie Krankheit, Scheidung oder Trennung, zählt  falsches Konsumverhalten zu den häufigsten Ursachen für Überschuldung.   
Das Konsumklima-Barometer ist aktuell auf dem höchsten Stand seit acht Jahren. Die sinkenden Zinsen sind für viele Deutsche ein Anreiz, ihr Geld lieber auszugeben als auf die hohe Kante zu legen. So haben laut statistischem Bundesamt Verbraucher in 2013 1,57 Billionen Euro für privaten Konsum ausgegeben.
Überschuldung kann jeden treffen und stellt für alle Beteiligten eine große psychische und physische Belastung dar. Nutzen Sie in diesem Fall das kostenlose Beratungsangebot der Stiftung „Deutschland im Plus“.

Deutschland im Plus kooperiert mit Überschuldungsforschung

"Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung"  (John F. Kennedy)

Ein wichtiger Bestandteil der Stiftungsarbeit ist daher die Aufklärung und Information aller Bürger zum Thema "Umgang mit Finanzen". Denn der erste Schritt zur Vermeidung von Schulden ist die Kenntnis über die Folgen von individuellen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel falsches Konsumverhalten. Und die Voraussetzung für den Abbau von Schulden ist unter anderem auch das Wissen um die persönliche Rechtslage.

Überschuldung hat viele Gesichter, dementsprechend komplex sind die Ursachen für Überschuldung.
Die Stiftung "Deutschland im Plus" arbeitet daher mit Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis, wie zum Beispiel Schuldnerberatungsstellen, zusammen.
Überschuldung ist ein dynamisches Phänomen, das auch von  wirtschaftlichen und soziokulturellen Faktoren abhängt. Eine erfolgreiche Überschuldungsprävention muss daher Überschuldungstrends frühzeitig erkennen. Nähere Informationen hierzu sowie über weitere Themen aus dem Bereich "Überschuldung" erhalten Sie im iff-Überschuldungsreport, den die Stiftung "Deutschland im Plus" unterstützt. 

Steuern, Finanzen, Versicherungen: Was sich 2016 ändert

Das neue Jahr ändert vieles und macht vieles auch teurer. Krankenkasse, Strom, Steuern oder Autofahren: Worauf sich Verbraucher nun einstellen müssen – und wo man jetzt schon tätig werden muss.
04.01.2016

Schuldneratlas 2015: Zahl überschuldeter Verbraucher steigt

Fast 7 Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet, davon befinden sich etwa 4 Millionen in einer dauerhaften Schuldenspirale. Auch im Jahr 2015 ist die Zahl überschuldeter Verbraucher weiter um 0,7 Prozent gestiegen.
13.11.2015

iff-Überschuldungsreport 2015 veröffentlicht

Das Hamburger institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) stellt – zusammen mit der Stiftung „Deutschland im Plus“ – den iff-Überschuldungsreport 2015 vor. Die Untersuchungsreihe erscheint zum zehnten Mal. Ein günstiges Zeichen im Hinblick auf die finanzielle Situation der Privathaushalte ist der innerhalb der vergangenen 8 Jahren erreichte Tiefstand an Verbraucherinsolvenzverfahren. Die Entwicklung der Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland wird dennoch nur als verhalten positiv eingeschätzt. Denn das Thema Überschuldung bleibt als gesamtgesellschaftliches Phänomen nach wie vor aktuell. So waren im Jahr 2014 rund 3,36 Mio. Haushalte von Überschuldung betroffen. Dies entspricht einer leichten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Überschuldungsauslösern hat sich hinter der Arbeitslosigkeit (26,8%) an zweiter Stelle die Einkommensarmut, trotz der guten konjunkturellen Lage mit 10,5% weiter gefestigt. Zu den restlichen „Big Six“- Überschuldungsauslöser zählen unverändert Scheidung / Trennung (9 Prozent), gescheiterte Selbstständigkeit (10,0 Prozent), falsches Konsumverhalten (8,6 Prozent) und Krankheit (7,7 Prozent).
Auch in diesem Jahr zeigt der Report, dass finanzielle Allgemeinbildung weiterhin eine wichtige Rolle spielt und bestätigt somit die Arbeit der Stiftung Deutschland im Plus.
03.11.2015