Die Liebe und das (liebe) Geld

Ihr möchtet mit eurem Partner oder eurer Partnerin zusammenziehen? Herzlichen Glückwunsch! Der gemeinsame Umzug ist eine Mischung aus Vorfreude, Chaos und der plötzlichen Erkenntnis, dass nun Möbel aus zwei unterschiedlichen Haushalten zusammenrücken. Es steht aber auch die Frage im Raum: „Sollen wir ein gemeinsames Konto eröffnen?“ Dann aufgepasst. Denn hier kommt der Augenblick, in dem sich nicht nur eure Kaffeetassen, sondern auch eure Finanzen zu einer Symbiose vereinen wollen!

Aber keine Sorge. Wir stellen euch ein paar Möglichkeiten vor, wie ihr eure Kosten regeln könnt.

Klare Absprachen treffen

Legt klare Regeln fest, wie das Geld auf dem gemeinsamen Konto genutzt wird. Wer übernimmt welche Ausgaben? Gibt es ein Budget für persönliche Ausgaben? Diese Absprachen helfen, Missverständnisse zu vermeiden und sorgen dafür, dass finanzielle Entscheidungen im Einklang mit euren Zielen stehen.

Das 3-Kontenmodell

Zahlreiche Expert:innen empfehlen für Paare das 3-Konten-Modell. Dabei behält jeder sein Konto, aber es wird ein zusätzliches, gemeinsames Konto eröffnet. Dieses fungiert als Sammelstelle für gemeinsame Ausgaben wie Miete, Rundfunkgebühren, Strom; Lebensmittel etc., während die individuellen Konten für persönliche Ausgaben genutzt werden. Vorteile sind die transparente Übersicht der gemeinsamen Fixkosten, die finanzielle Unabhängigkeit und weniger Streitpotential.

Vorab gilt es unbedingt zu klären, wer wie viel einzahlt:

  • Entweder zahlt ihr 50:50 (bei ähnlichem Gehalt) oder anteilig eures Gehalts und der aktuellen Lebenssituation auf das gemeinsame Konto ein.

Gemeinsames Sparkonto

Ideal für gemeinsame Sparziele ist ein zusätzliches Sparkonto: Ob für die Traumhochzeit, den Familienurlaub oder die schicke Couch – mit einem gemeinsamen Sparkonto könnt ihr gemeinsam auf eure finanziellen Träume hinarbeiten.

Notfallplan erstellen

Liebe kennt keine finanziellen Notfälle, aber sie können vorkommen. Überlegt euch im Voraus, wie ihr mit unerwarteten Ausgaben wie zum Beispiel eine Nachzahlung oder Nebenkostenabrechnung umgehen wollt. Ein gemeinsamer Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto kann hier eure Rettung sein.

Die Liebeskasse

Eine lustige und spielerische Alternative ist die Liebekasse: Ihr legt eine Kasse zu Hause an, in die beide nach Belieben Geld für gemeinsame Unternehmungen einwerfen können. Die Kasse wird dann für Überraschungen oder besondere Momente verwendet.

Wie können wir besser über Geld sprechen und unser Geld im Überblick behalten?

Über Geld zu sprechen ist in Beziehungen manchmal gar nicht so leicht. Finanzdates und Apps, bieten Gesprächsanlasse und können dabei unterstützen, dass Geld nicht zum Streitthema wird.

Monatliche Finanzdates

Setzt euch einmal im Monat für ein gemeinsames „Finanzdate“ zusammen. Besprecht eure finanziellen Ziele, plant gemeinsame Ausgaben und findet kreative Wege, um eure Geldangelegenheiten zu organisieren.

Fazit:

Offene Kommunikation über eure finanziellen Gewohnheiten, Ziele und Bedenken werden euch dabei helfen, mögliche Stolpersteine zu vermeiden –  gerne auch bei einer Tasse Kaffee aus dem zusammengewürfelten Haushalt!

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