Forschungsergebnisse

Zu den Themen „Konsumverhalten“, „Finanzielle Bildung“ sowie „Ver-/Überschuldung“ gibt es mehrere Studien und Statistiken. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über unterschiedliche Forschungsschwerpunkte und -ergebnisse ausgewählter Forschenden bzw. Institute.

iff-Überschuldungsreport 2021

6,85 Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet. Im Vergleich zum Vorjahr
ist die Zahl leicht rückläufig (2019 6,92). Ein Blick auf die Überschuldungsgründe zeigt, dass 45 Prozent der Überschuldungsgründe von den Betroffenen nicht beeinflussbar sind. Dazu zählen Ereignisse wie Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit (22,7 Prozent; Vj.: 19 Prozent), Scheidung (9,74 Prozent; Vj.: 9,62 Prozent) oder Krankheit (11,22 Prozent; Vj: 10,89 Prozent).

Besonders gravierend: 11,36 Prozent der Menschen sind auf Grund von Einkommensarmut in die Überschuldung gerutscht. Dieser Wert hat seit Jahren zugenommen (zum
Vergleich 2011: 3,61 Prozent).
Der aktuelle Überschuldungsreport zeigt: Die Ratsuchenden in den Beratungsstellen
verfügen im Mittel über ein Einkommen, welches signifikant unterhalb der Armutsschwelle liegt. Bei der Notwendigkeit zusätzlicher Anschaffungen und kurzfristigem
Einkommensausfall kann die Höhe des Einkommens schnell zu einer finanziellen Überlastungssituation führen.
Nahezu jede fünfte (18,59 Prozent) Überschuldung wäre dem Report zufolge über alle
Altersgruppen vermeidbar gewesen. Dazu zählen ursächlich Konsumverhalten (8,69
Prozent), fehlende finanzielle Allgemeinbildung (3,61 Prozent), unwirtschaftliche Haushaltsführung (3,39 Prozent) und Straffälligkeit (2,2 Prozent). Bei den unter-25-Jährigen
spitzt sich dieses Verhältnis noch zu. Allein fehlende finanzielle Bildung ist in jedem
zehnten Fall (9,86 Prozent) die Überschuldungsursache.

Hier geht’s zum kompletten Überschuldungsreport

Creditreform Schuldneratlas

Die Zahl überschuldeter Verbraucher nimmt auch in diesem Jahr weiter ab. Aktuell sind rund 6,85 Millionen Verbraucher überschuldet. Die Überschuldungsquote sinkt unter 10 Prozent. Die Überschuldungsfälle mit juristisch relevanten Sachverhalten („harte“ Überschuldung) reduzieren sich erneut deutlich um rund 188.000 Fälle (- 4,7 Prozent). Die Fälle mit geringer Überschuldungsintensität („weiche Überschuldung“) steigen jedoch weiterhin an (119.000 Fälle, + 4,1 Prozent) und korrespondieren trotz Corona mit den Folgen einer zunehmenden Konsumverschuldung, die sich durch fast alle Altersgruppen zieht.

Hier geht’s zum kompletten Schuldneratlas

Trendstudie: Digitale Bildung auf dem Weg ins Jahr 2025

Anlässlich ihres 25. Bestehens hat die LEARNTEC ausgewählte Bildungsexperten um einen Blick in die Zukunft des digitalen Lernens im Jahr 2025 gebeten. Mit einer zweistufigen Delphi-Studie werden wichtige Aspekte des digitalen Lehrens und Lernens in den Sektoren Schule, Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung beleuchtet. Insgesamt haben 68 Expertinnen und Experten aus allen Bildungssektoren sowie aus der Bildungspolitik die Fragen beantwortet, die ihnen das mmb Institut, unterstützt von Prof. Peter Henning, im Auftrag der LEARNTEC vorgelegt hat. In dem folgenden Bericht werden die Ergebnisse der beiden Delphi-Stufen zusammengefasst.

Hier geht’s zur kompletten Studie